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Der Bauernkrieg (1798) : historischer Roman / von Hendrik Conscience
Entstehung
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„es ſcheint, der Hundetrank liegt Euch ſchwer in den Knieen.“

„Was Ihr meint!“ antwortete der Korporal, in⸗ dem er ſeinen langen Knebelbart ſtrich,„die verfluchten Stühle ſcheinen es nicht mit den Republikanern zu hal⸗ ten; ſie ſtrecken ihre Füße ſo weit hinaus, daß ich bei⸗ nahe den Hals darüber brach... aber mir fällt ein, wo werde ich das Haus finden, wo der Wein zu be⸗ kommen iſt?“

„Seht hier,“ ſagte Simon Brutus, indem er ihm den geſchriebenen Befehl einhändigte,„bei dem Notar. „Ich werde Euch einen Geleitsmann geben; den eignen Knecht des Notars.“

Er ging nach der Thüre, rief den alten Mann bei ſeinem Namen und fragte ihn, ſobald er in’s Zim⸗ mer trat:

„Jan, Euer Meiſter hat ja viel Wein in ſeinem Keller?“ weiß es nicht, Simon; aber ich glaube wohl.“ „Wollt Ihr der Republik einen Dienſt erweiſen „Warum nicht? Sowohl der Republik, als Euch.“ „Bringt dieſen Korporal nach dem Dorfe, in das Haus Eunres Herrn: er holt zwanzig Flaſchen Wein.“ peib„Der Knecht zitterte bei dieſem Befehl am ganzen eibe. „Fürchtet Ihr, der Notar werde ſich weigern?“

„Ach, nein,“ antwortete der Knecht noch ganz er⸗ ſchrocken,„aber Simon, der Kamerad da, den ich ins Dorf führen ſoll, ſieht ſo wild und barbariſch aus...“

„Er wird Euch nichts thun, er iſt ein braver Kerl.“

„In Gottes Namen denn.“

Er ergriff ihn beim Aermel, zog ihn nach der Zimmerthüre und ſagte:

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