Druckschrift 
Der Bauernkrieg (1798) : historischer Roman / von Hendrik Conscience
Entstehung
Einzelbild herunterladen

vor ſich hin

„der ruhig Edel und

tfinden; der hhängt nun

ja ſo gut Herrn; oder

m Nachden⸗ reut. iſt, als da

ie ein Kind,

ſons Herzen 1 Tagen zo⸗ ind ſtrich ſich er die Bil⸗ Gefühl nie⸗ Gewalt er⸗

rgriff bitter chte.

“ ſagte der orauf er die iu Geberden e:

n Biere.“ ur, es ſcha⸗

67

det Euch nichts. Geht nun wieder hinaus; und ſagt, daß man Euch einen Krug auf meine Koſten gebe.“

„Brav, Simon, ich danke Euch,“ ſagte der Knecht, indem er mit vielen Verbeugungen das Zimmer verließ.

Simon⸗Brutus ſchlug, als ob ihn ein heftiger Kummer verfolgte, mit ſeiner Pinte auf den Tiſch, ſprang auf und rief:

„Der Bauer hat Recht, das Bier iſt ein Hunde⸗ trank; es brennt mir wie Feuer in der Kehle. Wein will ich haben und käm' er aus der Hölle.

„Schon gut,“ antwortete der Sergeant,„aber wie welchen bekommen? Auf dem Pfarrhaus iſt nichts zu finden, die Bauern haben alles geholt. Unſer Wirth ſagt, daß er keinen Wein hat... Aber ich werde mor⸗ gen mal auf den Grund graben!“

„Es iſt Wein genug zu finden,“ fiel der Offizier ein,„wird man ihn im Dorf, bei Leuten holen müſ⸗ ſen, die einen Bon oder eine Requiſition verſpotten, wenn keine Säbel daneben blinken. Wir ſind zu müde und es iſt zu ſpät.“

„Laßt mich mal ſehen,“ rief Korporal Horace, „der Wirth gebe mir einen großen Korb und wenn ich ihn nicht voll Weinflaſchen wiederbringe, ſo ſagt, ich ſei ſeit dieſem Morgen ein Eſel geworden oder meine Eingeweide liegen verkehrt. Citoyen⸗ Commiſſaire, wie viel Flaſchen kann ein Mann, wie ich, wohl tragen?“—

„Zwanzig werden genug ſein.“

„Nun, ſo ſchreibt einen Bon für dreißig Flaſchen.“

Simon Brutus ergriff die Feder und ſchrieb den verlangten Befehl.

Der Korporal ſtand auf, um ſeinen Säbel zu ho⸗ len, er ſchwankte jedoch und glitt aus, denn er fiel mit dem Ellbogen auf den Tiſch.

„Ah, ga, Citoyen Horace,“ lachte der Sergeant,