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Der Baes wandte ſich um und ging zum Zimmer hinaus.
Simon Brutus verfiel einen Augenblick in Nach⸗ denken und ſah mit ſtarren Blicken auf den Tiſch.
„Es ſcheint, der Citoyen⸗Commiſſair iſt zerſtreut?“ bemerkte der Sergeant, während er alle Pinten voll ſchenkte und in jede einen guten Schluck Branntwein goß.„Da wir nicht wiſſen, was der Wirth in ſeinem hölliſchen Kanderwelſch geſagt, müſſen wir wenigſtens unſre Kehle deßhalb nicht eintrocknen laſſen. Auf die Geſundheit der franzöſiſchen Republik!“
„Kameraden,“ ſprach Simon⸗Brutus,„es iſt mir vor fünf Jahren etwas Seltſames geſchehen. In einem Streite mit elenden Fanatikern, ſchlug ich durch ei⸗ nen Mißgriff mit einer ſteinernen Pinte einem alten ver⸗ rückten Manne den Kopf entzwei; man nahm mich ge⸗ fangen; Nachts jedoch brach ich aus dem Gefängniß und lief nach Paris, um mein Blut und meine Kräfte dem Dienſte der franzöſiſchen Republik zu weihen. Nun, da drinnen bei dem Feuer ſitzt ein Mann und raucht ſeine Pfeife. Wer glaubt Ihr wohl, daß es ſei?“
Alle ſahen ihn neugierig an, niemand antwortete jedoch.
„Es iſt der Knecht, den ich umgebracht zu haben glaubte! Und ich geſteh' Euch, Citoyens camarades, daß es mich gefreut, als ich vernahm, er lebe noch; denn er war unſchuldig an der Sache. Es iſt etwas ganz Anderes, einem Anhänger der Tyrannen ſeine verdiente Strafe zu geben, als einem halb Blödſinnigen den Kopf einzuſchlagen.“
„Gewiß, gewiß, Ihr habt Recht,“ beſtätigten die Andern,„ein Republikaner vergießt kein unſchuldig Blut.“
„Sollen wir dem verrückten Kerl nicht eine Pinte Bier anbieten?“ fragte der Korporal.„Ich möchte ihn wohl ſehen.“


