wir am Beſten unſer Brod verdienen können. Das Haus iſt ſo groß, und die Lage unſerer Zimmer iſt ſo wohlbedacht ausgewählt, daß ich— wenn ich nicht das Lachen der jüngeren Mädchen vom Garten heraufhörte—, kaum glauben würde in einer Schule zu wohnen.
Mit den herzlichſten und beſten Wünſchen von Miſs Garth und meiner Schweſter laſſen Sie mich zeichnen, verehrter Mr. Pendril,
Ihre dankbar ergebene Nora Vanſtone.
II. Miſs Garth an Mr. Pendril.
Kenſington, Weſtmoreland⸗Houſe, den 23. September 1846.
Hochgeehrter Herr!
Ich ſchreibe dieſe Zeilen in einem ſolchen geiſtigen Elende, als keine Worte beſchreiben können. Magda⸗ lene hat uns heimlich verlaſſen. In früher Stunde dieſen Morgen ging ſie heimlich aus dem Hauſe fort und hat Nichts wieder von ſich hören laſſen.—
Ich würde perſönlich kommen und mit Ihnen ſpre⸗ chen, allein ich wage nicht, Nora allein zu laſſen. Ich will ſehen, ob ich mich zu faſſen vermag, will ſehen, ob ich zu ſchreiben im Stande bin.
Nichts fiel geſtern vor, um mich oder Nora auf dieſen letzten— und beinahe hätte ich geſagt, ſchlimmſten — Schlag vorzubereiten. Die einzige Veränderung, welche jede von uns Beiden bei dem unſeligen Mädchen bemerkten, war eine Aenderung zum Beſſern, als wir uns gute Nacht ſagten. Sie küßte mich, was ſie in der letzten Zeit nicht gethan hatte, und brach in


