Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
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Ich ſcheute mich, ſie durch weitere Worte noch mehr aufzuregen und unterließ alle weiteren Fragen bis zu einer paſſendern und ruhigern Zeit. Sie werden daraus abnehmen können, wie ungeheuer ſie leidet, wie wild und ſeltſam ſie in heftiger Aufregung handelt, und Sie werden nicht zu ihren Ungunſten deuten, was ſie geſagt oder gethan hat, als Sie dieſelbe letzten Mittwoch ſahen.

Wir kamen nach Hauſe zurück, um von dort gerade noch nach der Eiſenbahn wegzueilen. Vielleicht war Das gerade beſſer für uns, beſſer, daß wir nur einen Augenblick übrig hatten, um zurückzuſchauen, ehe die Biegung der Straße das letzte Stück von Combe⸗ Raven vor unſeren Blicken verbarg. Es war an der Station keine Seele, die wir kannten, Niemand, der uns anſtarrte, Niemand, der uns Lebewohl bot. Der

Regen kam wieder, als wir unſere Plätze in dem

Zuge genommen. Was wir beim Anblick der Eiſen bahn fühlten, welche entſetzlichen Erinnerungen ſich da unſerer Seele aufdrängten von dem Unglücksfalle, der uns zu Waiſen gemacht hatte, vermag, wage ich nicht zu ſagen. Ich habe mich abſichtlich bemüht, dieſen Brief nicht in traurigem Tone zu ſchreiben, um nicht alle Ihre Güte gegen uns dadurch zu vergelten, daß ich Sie mit unſerm Kummer beunruhige. Viel⸗ leicht habe ich ſchon zu lange verweilt bei der kleinen Geſchichte unſeres Abſchiedes vom Hauſe. Ich kann zur Entſchuldigung ſagen, daß mein Herz voll davon iſt und, was in meinem Herzen nicht iſt, wollte meine Feder nicht ſchreiben.

Wir ſind an unſerm neuen Aufenthalte erſt eine ſo kurze Zeit, daß ich Nichts weiter zu erzählen habe außer daß Miſs Garths Schweſter uns mit der herzlichſten Güte aufgenommen hat. Sie überläßt uns wohl mit richtigem Tacte uns ſelbſt, bis wir beſſer als jetzt im Stande ſind, an Pläne für die Zu⸗ kunft zu denken und uns darnach einzurichten, wie