aus geſagt, der Stand der Dinge. Nehmen Sie die Situation an, wie ſie iſt, um den franzöſiſchen Ausdruck zu gebrauchen. Ich bin hier, um Ihnen mit meinem Bei⸗ ſpiele voranzugehen. Ich habe ſoeben ein vortreffliches Mittagseſſen zur gewöhnlichen Zeit beſtellt. Ich gehe nun zu meinem Arzeneikaſten, um der Küchenmagd etwas einzugeben, ein ungeſundes Mädchen, deſſen Kopfſchmerz im Magen ſitzt. Mittlerweile werden Sie, Nora, meine Theure, Ihre Arbeit und Ihre Bücher wie gewöhnlich in der Bibliothek finden. Und Sie, Magdalene, denke ich, werden nun aufhören, Knoten in Ihr Taſchentuch zu knüpfen und lieber Ihre Finger auf der Claviatur des Piano üben. Wir werden um Eins etwas eſſen und dann die Hunde ausführen. Seien Sie Beide ſo lebendig und munter, wie Sie mich ſehen. Wolan, ſtehen Sie gleich mit auf. Wenn ich dieſe verdüſterten Geſichter noch länger mit anſehen ſoll, ſo werde ich, ſo wahr ich Garth heiße, Ihre Mutter ſchriftlich um meine Entlaſſung bitten und mit dem gemiſchten Zuge um 12 Uhr 40 Minuten zu meiner Familie zurückkehren.
Indem Miſs Garth ihre Anſprache mit dieſen Worten ſchloß, führte ſie Nora an die Bibliothekthür, ſchob Mag⸗ dalene in das Morgenzimmer und ging dann ihren eigenen Weg nach der Gegend des Arzeneikaſtens.
In dieſer halb ſcherzenden, halb ernſthaften Weiſe war ſie gewohnt, eine Art freundſchaftlicher Auctorität über Mr. Vanſtones Töchter auszuüben, nachdem ihre eigent⸗ lichen Dienſte als Gouvernante nothwendig ihre End⸗ ſchaft erreicht hatten. Nora hatte, was wohl kaum erſt geſagt zu werden braucht, lange ſchon aufgehört, ihre Schülerin zu ſein, und auch Magdalene hatte jetzt ihre Erziehung vollendet. Allein Miſs Garth hatte zu lange und zu vertraut unter Mr. Vanſtones Dach gelebt, als daß man ſie aus bloßen formellen Erwägungen gehen laſſen mochte, und der erſte Wink in Bezug auf ihren Weggang, den ſie für ihre Pflicht hielt fallen zu laſſen, wurde mit einer ſo warm empfundenen Ablehnung zu⸗
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