Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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ſehr ernſte Begebenheiten in Bezug auf meine Nichte ſich mit meiner Wiſſenſchaft zugetragen haben, und ich deshalb die geeignete Perſon bin, dieſelben zu beſchreiben. Falls ich mich weigere, mich der von mir geforderten Anſtren⸗ gung zu unterziehen, droht man mir mit Folgen, an die ich nicht denken kann, ohne mich vollkommen niedergeſchmettert zu fühlen. Aber es iſt wirklich ganz unnöthig, mir zu drohen. Durch den traurigen Zuſtand meiner Geſundheit und betrübende Familienſorgen geſchwächt, iſt mir aller Widerſtand unmöglich. Wer bei mir auf einer Sache be⸗ ſteht, übervortheilt mich ungerechterweiſe, und ich gebe augenblicklich nach. Ich will verſuchen(mit Proteſt) mir ſoviel mir möglich ins Gedächtniß zurückzurufen, und ſo⸗ viel ich kann(ebenfalls mit Proteſt) niederzuſchreiben; und weſſen ich mich nicht erinnere oder was ich nicht ſchreibe, muß Louis ſich für mich und ſtatt meiner erinnern und niederſchreiben. Er iſt ein Eſel, und ich bin ein kranker Mann, und wir werden wahrſcheinlich allerlei Verſehen zuſammen begehen. Wie unbeſchreiblich demüthigend. Man verlangt, daß ich mich der Data erinnere. Gerechter Himmel! Ich habe das in meinem ganzen Leben noch nicht gethan— wie ſoll ich jetzt damit anfangen? Ich habe Louis gefragt. Er iſt doch nicht ein ganz ſo großer Eſel, wie ich bisher geglaubt. Er erinnert ſich ungefähr bis auf einen oder zwei Tage des Datums des Ereigniſſes, und ich erinnere mich der Perſonen. Das Datum war entweder der fünfte, ſechste oder ſiebente Juli; und der Name(meiner Anſicht nach ein andeſchreisli ordinärer) war Fanny. Am fünften, ſechsten oder ſiebenten Juli lag ich in

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