Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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Die Ausſage von Frederick Jairlie Esqre zu Timmeridge Houſe.*)

Es iſt das große Unglück meines Lebens, daß man mich nicht in Ruhe laſſen will. Wozu— frage ich jeden Men⸗ ſchen— wozu plagt man mich? Kein Menſch beantwortet mir dieſe Frage, und kein Menſch läßt mich in Ruhe. Verwandte, Freunde und Fremde— Alle vereinigen ſich, um mich zu plagen. Was habe ich gethan? Ich frage mich und frage meinen Diener Louis fünfzigmal des Tages: was habe ich gethau? Keiner von uns Beiden weiß es. Höchſt unbegreiflich!

Die letzte Plage, mit der man mich verfolgt hat, iſt die, daß man von mir verlangt, dieſe meine Ausſage niederzu⸗ ſchreiben. Iſt nun wohl ein Menſch in meinem beklagens⸗ werthen Zuſtande von Nervenſchwäche im Stande, Aus⸗ ſagen zu ſchreiben? Wenn ich dieſe außerordentlich ver⸗ nünftige Einwendung mache, ſo ſagt man mir, daß gewiſſe

*) Die Art und Weiſe, wie man ſich Mr. Fairlie's Ausſage und andere Ausſagen verſchaffte, welche in Kurzem folgen werden, bildet den Gegenſtand einer Erklärung, welche in einem ſpätern Theile der Erzählung erſcheinen wird.

Anmerkung d. Verfaſſers.

Wiltie Collins, Die Frau in Weiß. III. 1