Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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Es ſind hier viele hundert Seiten. Ich kann, die Hand aufs Herz gelegt, geſtehen, daß jede Seite mich intereſſirt, erquickt und entzückt hat.

Für einen Mann von meinen Gefühlen iſt es unaus⸗ ſprechlich erfreulich, dies ſagen zu können.

Bewunderungswürdiges Weib!

Ich meine Miß Halcombe.

Erſtaunliche Anſtrengung!

Ich meine das Tagebuch.

Ja! Dieſe Blätter ſind erſtaunlich. Der Takt, den ich hier finde, die Umſicht, der ſeltene Muth, die wunder⸗ bare Gedächtnißkraft, die genaue Beobachtungsgabe, die bezaubernden Ansbrüche weiblichen Gefühls, haben meine Bewunderung für dies göttliche Weſen, für dieſe ſüperbe Marianne ganz unendlich vermehrt. Die Darſtellung mei⸗ nes eigenen Charakters iſt über alle Beſchreibung meiſter⸗ haft. Ich bezeuge von ganzem Herzen die Treue des Portraits. Ich fühle, welch einen lebhaften Eindruck ich gemacht haben muß, um in ſo kräftigen, glänzenden, poſtöſen Farben dargeſtellt zu werden. Ich beklage von neuem die grauſame Nothwendigkeit, welche unſere In⸗ tereſſen einander feindlich gegenüberſtellt. Wären die Ver⸗ hältniſſe glücklicherer geweſen, wie würdig wäre Miß Halcombe meiner geweſen.

Die Gefühle, welche mein Herz bewegen, verſichern mich, daß die Zeilen, welche ich ſoeben geſchrieben habe, eine hohe Wahrheit ausdrücken.

Dieſe Gefühle erheben mich über bloſe perſönliche Rückſichten. Ich bezeuge auf die unparteiiſchſte Weiſe die Vortrefflichkeit der Kriegsliſt, durch welche dies