Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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unvergleichliche Weib bei der heimlichen Unterredung zwi⸗ ſchen Percival und mir zugegen war, wie auch die wunder⸗ bare Genauigkeit ihres Berichtes über die ganze Unter⸗ haltung von Anfang bis zu Ende derſelben.

Dieſe Gefühle haben mich bewogen, dem unzugäng⸗ lichen Arzte, der ſie behandelt, meine umfaſſende Kennt⸗ niß der Chemie und meine glänzenden Erfahrungen in den noch weit feineren Hülfsquellen, welche die medici⸗ niſche und magnetiſche Wiſſenſchaft der Menſchheit zu Gebote ſtellen, anzutragen. Doch hat er es bisjetzt aus⸗ geſchlagen, ſich meines Beiſtandes zu bedienen. Elender Mann! 3 Endlich dictiren jene Gefühle dieſe Zeilen dank⸗ bare, theilnehmende, päterliche Zeilen. Ich ſchließe das Buch. Mein ſtrenges Rechtlichkeitsgefühl legt es(ver⸗ mittelſt der Hände meiner Gattin) wieder an ſeinen Platz auf den Tiſch der Schreiberin. Die Ereigniſſe treiben mich fort. Die Verhältniſſe leiten mich zu ernſten Aus⸗ gängen. Umfaſſende Perſpectiven des Erfolges öffnen ſich vor meinen Blicken. Ich erfülle mein Geſchick mit einer Ruhe, die mir ſelbſt fürchterlich erſcheint. Nichts als der Tribut meiner Bewunderung iſt mein eigen. Ich lege ihn mit huldigender Zärtlichkeit zu Miß Halcombe's Füßen nieder.

Ich bete für ihre Geneſung.

Ich bezeige ihr mein innigſtes Bedauern über das unvermeidliche Mißlingen jenes Planes, den ſie für das Wohl ihrer Schweſter gemacht hat. Zugleich aber bitte ich ſie, mir zu glauben, daß die Kenntniß, welche ich ihrem Tagebuche entnommen, in keiner Weiſe zu dieſem

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