Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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279 gewiß? Ich ſchaudere wieder, ſchaudere am ganzen Körper in der Sommerluft. Habe ich hier gegeſſen und geſchlafen? Ich weiß nicht, was ich gemacht habe.

O, mein Gott! werde ich krank?

Krank, zu einer ſolchen Zeit!

Mein Kopf ich fürchte ſo ſehr für meinen Kopf. Ich kann ſchreiben, aber die Zeilen verſchwimmen alle in einander. Ich ſehe die Worte, Laura ich kann Laura ſchreiben und es leſen. Acht oder neun, was war es?

So kalt, ſo kalt o, dieſer Regen geſtern Abend! Und die Schläge der Uhr; die Schläge, die ich nicht zählen kann, ſie ſchlagen fortwähreud in meinem Kopfe

Anmerkung.

(An dieſer Stelle fängt das ins Tagebuch Einge⸗ tragene an unleſerlich zu werden. Die zwei oder drei noch folgenden Zeilen enthalten bloſe Bruchſtücke von Wörtern, die durch Kleckſe und Federſtriche entſtellt ſind. Die letzten Zeichen auf dem Papiere gleichen den An⸗ fangsbuchſtaben(L und A) von Lady Glydes Namen.

Auf der nächſten Seite des Tagebuchs findet ſich eine andere Schrift. Es iſt die Handſchrift eines Mannes, groß, entſchloſſen, feſt und regelmäßig; das Datum iſt Den 7. Juli. Sie lautet folgendermaßen:)

(Poſtſeriptum eines aufrichtigen Freundes.)

Die Krankheit unſerer vortrefflichen Miß Halcombe hat mir die Gelegenheit zu einem unerwarteten geiſtigen Genuſſe verſchafft.

Ich meine die Durchſicht dieſes intereſſanten Tage⸗ buchs, welche ich ſoeben beendet habe.