unſerm jetzigen Verhältniſſe zueinander zurückzutreten. Die Auflöſung deſſelben muß einzig und allein Ihr Wunſch, Ihr Thun ſein, Sir Percival— nicht das meinige.“
Sein Fuß hielt plötzlich mit dem unruhigen Klopfen inne, und er lehnte ſich begierig über den Tiſch hinüber.
„Mein Thun?“ ſagte er.„Welchen Grund könnte ich möglicherweiſe haben, um mich zurückzuziehen?“
Ich hörte ihren Athem ſchneller gehen und fühlte ihre Hand kalt werden. Ungeachtet deſſen, was ſie zu mir ge⸗ ſagt hatte, als wir allein waren, begann ich für ſie zu fürchten. Aber ich hatte unrecht.
„Einen Grund, Sir Percival, den Ihnen zu ſagen mir ſehr ſchwer fällt,“ entgegnete ſie.„Es hat eine Ver⸗ änderung in mir ſtattgefunden, eine Veränderung, die von hinreichender Bedeutung iſt, um Sie ſich ſelbſt und mir gegenüber zu rechtfertigen, indem Sie das beſtehende Ver⸗ hältniß auflöſen.“
Er erbleichte wieder bis zu den Lippen. Er erhob den Arm, welcher auf dem Tiſche lag, wandte ſich auf ſeinem Seſſel ein wenig um und ſtützte den Kopf auf die Hand, ſodaß wir nur ſein Profil noch ſehen konnten.
„Was für eine Veränderung?“ fragte er.
Sie ſeufzte tief und beugte ſich etwas zu mir herüber, ſodaß ihre Schulter an der meinigen ruhte. Ich fühlte, wie ſie zitterte, und ſuchte ſie zu ſchonen, indem ich ſelbſt das Wort nähme. Sie verhinderte mich aber durch einen warnenden Druck der Hand und wandte, ſich dann wieder zu Sir Percival; doch diesmal ohne ihn anzuſehen.
„Ich habe gehört,“ ſagte ſie,„und ich glaube, daß die tiefſte und wahrſte Zuneigung diejenige iſt, welche


