rianne. Ich will nichts ſagen, das nicht recht wäre, nichts, deſſen Du oder ich uns zu ſchämen brauchten— aber, o,
es wird mir das Herz ſo ſehr erleichern, dieſer erbärm⸗ 6. lichen Verheimlichung ein Ende zu machen! Laß mich nur wiſſen und fühlen, daß ich keinen Betrug zu verantworten 6
habe; und dann, wenn er gehört, was ich zu ſagen habe,
laß ihn in Bezug auf mich thun, was er will.“ Sie ſeufzte und legte ihren Kopf wieder an ſeine alte Stelle an meiner Bruſt. In meinem Herzen erhoben ſich trübe Ahnungen über das Ende von dem Allen; aber, da ich mir noch immer mißtraute, ſagte ich ihr, ich wolle thun, was ſie wünſche. Sie dankte mir, und wir ſprachen dann all⸗ mälig von anderen Dingen.
Sie kam heute zu Tiſche hinunter und war unbe⸗ fangener und mehr dieſelbe gegen Sir Percival, als ich ſie noch geſehen habe. Nach Tiſche ſetzte ſie ſich ans Cla⸗ vier, wählte aber von der neuen künſtlichen, unmelodiſchen, brillanten Muſik. Die lieblichen alten Melodien, die der arme Hartright ſo gern hörte, hat ſie, ſeitdem er fort iſt, noch nicht wieder geſpielt. Das Heft liegt nicht mehr auf dem Notentiſchchen; ſie ſelbſt trug es fort, damie nie⸗ mand es finde und ſie etwa bitte, daraus zu ſpielen.
Ich hatte keine Gelegenheit zu erfahren, ob ihre mir morgens mitgetheilte Abſicht unverändert ſei, bis ſie Sir Percival gute Nacht wünſchte; da aber gab ſie es ausdrück⸗ lich kund. Sie ſagte ſehr gefaßt, daß ſie nach dem Früh⸗ ſtück mit ibm zu ſprechen wünſche, und er ſie dann mit mir in ihrem Wohnzimmer finden werde. Er wechſelte die Farbe bei dieſen Worten, und als ich an die Reihe kam, ihm gute Nacht zu wünſchen, fühlte ich ſeine Hand leicht
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