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meine Nichte. Ich und meine kleine Spieluhr ſind nun noch allein miteinander in der Welt. Mozart kann nicht mehr ſingen. Er hat nun ſein letztes Lied ge⸗ ſungen.“
Am zweiten Tage war keine Veränderung an ihm zu bemerken. Am dritten legte Roſamunde das Ge⸗ ſangbuch ehrerbietig auf die Bruſt ihrer Mutter, eine Locke von ihrem eigenen Haar um das Buch herum und küßte das wehmüthige, friedliche Antlitz zum letz⸗ ten Male.
Der alte Mann war bei dieſem ſtummen Abſchiede bei ihr und folgte ihr nach als Alles vorüber war. Neben dem Sarge und ſpäter, als Roſamunde ihn wie⸗ der mit zu ihrem Gatten nahm, war er noch in die⸗ ſelbe Apathie des Grams verſunken, die ſich ſeiner gleich von Anfang an bemächtigt hatte. Als man jedoch da⸗ von zu ſprechen begann, daß die ſterbliche Hülle den nächſtfolgenden Tag nach dem Kirchhofe von Porth⸗ genna gebracht werden ſollte, bemerkte man, daß ſeine trüben Augen plötzlich hell wurden, und daß ſeine bis⸗ jetzt ſo zerſtreute Aufmerkſamkeit jedem hierauf bezüg⸗ lichen Worte folgte.
Nach einer Weile erhob er ſich von ſeinem Stuhl, näherte ſich Roſamunden und ſah ſie ſchüchtern an.
„Ich glaube, ich könnte meinen Schmerz beſſer er⸗ tragen, wenn Sie mich Sara begleiten ließen“, ſagte er.„Wäre ſie am Leben geblieben, ſo wären wir zwei miteinander nach Cornwall zurückgekehrt. Wollen Sie nun, da ſie geſtorben iſt, mich auch noch mit ihr dahin zurückkehren laſſen?“


