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entgegenzugehen und ihn darauf vorzubereiten, daß er das Zimmer des Todes beträte.
Dieſe furchtbare Wahrheit ihm allmälig und behut⸗ ſam vorzuführen, bis ſie ihm Auge in Auge gegenüber⸗ ſtand, ihn den unvermeidlichen Schlag tragen und über⸗ winden zu helfen— dies waren die heiligen Pflichten, welche alle Hingebung Roſamunde's in Anſpruch nah⸗ men und ihrem Herzen wehrten, allzu egoiſtiſch bei dem eigenen Kummer zu verweilen.
Es war nicht die kleinſte der Prüfungen, welchen ſie jetzt gegenüberzutreten hatte, den Zuſtand von Hülf⸗ loſigkeit zu ſehen, in welchen der alte Mann durch die Laſt eines Kummers verſetzt war, den er für ſich allein nicht die Kraft hatte zu tragen.
Er ſah aus wie ein Menſch, deſſen Geiſteskräfte in eine Betäubung verſenkt ſind, aus welcher ſie ſich nie wieder emporrichten können. Stundenlang ſaß er neben ſeiner Spieluhr, ſtreichelte und liebkoſte ſie von Zeit zu Zeit und flüſterte mit ſich ſelbſt, während er ſie anſah, verſuchte aber nie, ſie ſpielen zu laſſen. Es war das noch einzige Andenken, welches ihn an die Freuden und Leiden, die einfachen Familienintereſſen und Neigungen ſeines vergangenen Lebens erinnerte.
Als Roſamunde ſich das erſte Mal neben ihn ſetzte und ihn bei der Hand ergriff, um ihn zu tröſten, ließ er ſeine Blicke zwiſchen ihrem mitleidigen Geſicht und der Spieluhr hin⸗ und herſchweifen und wiederholte wie geiſtesabweſend immer und immer wieder dieſelben Worte: „Sie ſind alle fort— mein Bruder Max, mein Weib, mein kleiner Joſeph, meine Schweſter Agathe, Sara,
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