davon abgehangen hätte, nicht im Stande geweſen, auf⸗ zublicken.
Im nüächſten Augenblick fuhr ſie fort und las die folgenden Zeilen:
„Ich habe viele ſchwere Sünden zu verant— worten, Arthur, aber dieſe eine mußt Du mir verzeihen, Arthur, denn ich beging ſie aus Liebe zu Dir. Dieſe Liebe verrieth mir ein Geheim⸗ niß, welches Du vor mir zu verbergen ſuchteſt. Dieſe Liebe ſagte mir, daß Dein unfruchtbares Weib nie eher Dein ganzes Herz beſitzen würde, als bis ſie Dir ein Kind geboren, und Deine Lippen beſtätigten es. Deine erſten Worte, als Du von Deiner Seereiſe zurückkamſt und als das Kind in Deine Arme gelegt ward, waren: «Niemals, Roſamunde, habe ich Dich ſo geliebt, wie ich Dich jetzt liebel) Hätteſt Du dies nicht geſagt, ſo hätte ich nie mein ſtrafbares Geheim⸗ niß vor Dir verbergen können.
„Ich kann weiter nichts hinzufügen, denn der Tod rückt mir immer näher. Wie der Betrug begangen ward, und welche Beweggründe ich noch dazu hatte, muß ich der Mutter des Kindes überlaſſen, Dir zu ſagen; ich habe ihr zur Pflicht gemacht, dies zu thun. Ich weiß, Du wirſt barmherzig gegen das arme kleine Weſen ſein, welches meinen Namen trägt. Sei auch barmherzig gegen die unglückliche Mutter, die kein anderes Verbrechen begangen, als daß ſie mir zu blindlings gehorcht hat. Wenn es etwas


