Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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gibt, was die Bitterkeit meiner Reue mildern kann, ſo iſt es die Erinnerung, daß mein Be⸗ trug das treueſte und liebevollſte Weib vor einer Schande bewahrte, die es nicht verdient hatte. Gedenke meiner und verzeihe mir, Ar⸗ thur. Worte können ſagen, wie ich an Dir ge⸗ fündigt, aber niemals können Worte ſagen, wie ich Dich geliebt habe.“

So weit hatte ſie ſich hindurchgekämpft und war bis zur letzten Zeile auf der zweiten Seite des Briefes gekommen, als ſie wieder Halt machte, um dann die erſte der beiden Unterſchriften—„Roſamunde Trever⸗ ton“— zu leſen. Sie ſprach mit matter Stimme zwei Sylben des vertrauten Taufnamens des Na⸗ mens, der zu jeder Stunde des Tages auf den Lippen ihres Gatten war— und bemühte ſich auch die zwei letzen auszuſprechen, aber die Stimme verſagte ihr.

Alle jene geheiligten häuslichen Erinnerungen, welche dieſer grauſame Brief für immer entweiht, ſchienen ſich in einem und demſelben Augenblick von ihrem Herzen loszureißen.

Mit leiſem Geſtöhn ließ ſie ihre Arme auf den Tiſch niederſinken und legte ihr Haupt darauf und ver⸗ barg ihr Geſicht. Sie hörte nichts— ſie ſchien nichts mehr zu denken, bis ſie eine Berührung an ihrer Schul⸗ ter fühlte— eine leichte Berührung von einer Hand, welche zitterte. Jeder Puls ihres Körpers ſchlug raſcher und ſie blickte auf.

Ihr Gatte hatte ſich bis zu ihr an den Tiſch getaſtet.

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