Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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Sie bewegte ſich ein wenig näher zu ihm hin, um ihren alten Lieblingsplatz auf ſeinem Knie einzunehmen, that ſich aber plötzlich Einhalt und kehrte wieder an den Tiſch zurück. Warnende Thränen in ihren Augen hießen ſie ihrer eigenen Feſtigkeit mißtrauen und den Brief da leſen, wo ſie nicht das Herz ihres Gatten klopfen fühlte.

„Sagte ich Dir“, hob ſie wieder an, nachdem ſie einen Augenblick gewartet, um ſich zu faſſen,„wo ich das zuſammengefaltete Papier fand, welches ich in dem Myrthenzimmer in Deine Hand gab?“

„Nein“, entgegnete er,„ich glaube nicht.“

„Ich fand es auf der Rückſeite des Rahmens jenes Bildes— des Bildes der geſpenſtiſchen Frau mit dem böſen Geſicht. Ich öffnete das Papier ſofort und ſah, daß es ein Brief war. Die Adreſſe inwendig, die erſte Zeile unter derſelben und eine der beiden Unterſchriften, die es enthielt, waren von einer mir bekannten Hand.“

„Von weſſen Hand?“

„Von der Hand der verſtorbenen Miſtreß Treverton.“

„Deiner Mutter?“

„Der verſtorbenen Miſtreß Treverton.“

„Mein Gott, Roſamunde, warum ſprichſt Du auf dieſe Weiſe von ihr?“

„Laß mich leſen und Du wirſt es erfahren. Ich möchte es lieber leſen als ſagen. Du haſt mit meinen Augen geſehen wie das Myrthenzimmer ausſieht; Du haſt mit meinen Augen jeden Gegenſtand geſehen, den mein Nachſuchen darin ans Licht brachte, Du mußt nun