Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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dem ſie eine Zeit glücklich vermählt geweſen und nach⸗ dem ſie mit einem Kinde beglückt worden, welches ihre Liebe zueinander noch höher ſteigert, bricht auf einmal wie ein Donnerſchlag aus heiterm Himmel eine furcht⸗ bare Entdeckung über ſie herein. Der Mann hat zu ſeiner Gattin eine junge Dame gewählt, welche einen ſo alten Familiennamen trägt, wie

Wie der Deine? meinte Leonard.

Wie der Name der Familie Treverton, fuhr ſie nach einer Pauſe fort, während welcher ihre Hand raſt⸗ los den Brief auf dem Tiſche hin und her bewegt hatte. Der Mann iſt von guter Geburt von ebenſo guter Geburt wie Du, Lenny und die furchtbare Ent⸗ deckung beſteht darin, daß ſein Weib kein Recht auf den alten Namen hat, den ſie trug, als er ſie heirathete.

Liebe Roſamunde, ich kann nicht ſagen, daß mir Deine Idee gefiele. Deine Geſchichte wird den Leſer verlocken, ſich für ein Weib zu intereſſiren, welches zuletzt als Betrügerin daſteht.

Nein, rief Roſamunde mit Wärme.Ein echtes Weib iſt ſie ein Weib, welches ſich nie zu einem Betrug erniedrigte ein Weib voll Mängel und Ge⸗ brechen, aber eine Freundin der Wahrheit auf alle Ge⸗ fahren und Opfer hin. Laß mich ausreden, Lenny, ehe Du urtheilſt.

Heiße Thränen traten ihr in die Augen, aber ſie trocknete ſie ſchnell wieder und fuhr fort:

Dieſe junge Dame wächſt heran und heirathet, völlig unbekannt merke das wohl völlig unbekannt