Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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Theile des Schubfaches lagen, hervor einen kleinen, runden Bilderrahmen von ſchwarzem Holz ungefähr von der Größe eines gewöhnlichen Handſpiegels. Er lag mit der Vorderſeite nach unten und die Fläche innerhalb des runden Rahmens war mit einem dünnen Bret ausgefüllt, von der Gattung, die man gewöhnlich zu Hinterſeiten von kleinen Rahmen verwendet, um die Bilder darin feſtzu⸗ halten.

Dieſes Bretchen, welches auf der Hinterſeite des Rahmens nur mit einem einzigen Nagel befeſtigt war, hatte der Sturz des Tiſches wahrſcheinlich aus ſeiner Lage gebracht, und als Roſamunde den Rahmen aus dem Schubfache herausnahm, bemerkte ſie zwiſchen dem Rahmen und dem verſchobenen Ende ein Stück Papier, welches, wie es ſchien, viele Mal zuſammengebrochen war, um den kleinſtmöglichen Raum einzunehmen.

Sie zog das Papier heraus, legte es beiſeite auf den Tiſch, ohne es auseinanderzufalten, brachte das Bretchen wieder in die geeignete Lage und drehte dann den Rahmen herum, um zu ſehen, ob auf der Vorderſeite ſich ein Bild darin befände.

Allerdings war ein Bild da ein Bild in Oel farben gemalt und vom Alter etwas dunkel gemacht, aber nicht ſehr verblichen. Es ſtellte den Kopf einer Dame und die Geſtalt derſelben bis auf den Buſen vor.

Sobald als Roſamunde's Augen darauf fielen, ſchau⸗ derte ſie und eilte mit dem Bilde in der Hand ſofort auf ihren Gatten zu.

Nun, was haſt Du jetzt gefunden? fragte er, als ob er ſie ſich ihm nähern hörte.