Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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ſie darin nichts als einige Stücke ſchwarzgewordenes, baum wollenes Garnund die Ueberreſte von einem Juwelen⸗ packkäſtchen.

Die dritte Thür war verſchloſſen, der roſtige Schlüſſel des erſten Behältniſſes öffnete auch dieſe. Im Innern befand ſich blos ein Gegenſtand eine kleine hölzerne Schachtel, mit Bindfaden umſchnürt, deſſen beide Enden durch ein Siegel befeſtigt waren. Roſamunde's ſchon ermattende Aufmerkſamkeit ward durch dieſe Entdeckung ſofort wieder angeſpornt.

Sie beſchrieb die Schachtel ihrem Gatten und fragte, ob er glaube, daß ſie das Recht habe, das Siegel zu erbrechen.

Steht nichts auf dem Deckel geſchrieben? fragte er.

Roſamunde trug die Schachtel an das Fenſter, blies den Staub von dem Deckel hinweg und las auf einem darauf genagelten Pergamente:Papiere, John Arthur Treverton, 1760.

Ich glaube, Du kannſt die Verantwortung auf Dich nehmen und das Siegel erbrechen, ſagte Leonard. Wenn dieſe Papiere von Bedeutung für die Familie wären, ſo hätten ſie Dein Vater und ſein Teſtaments⸗ vollſtrecker ſicherlich nicht in einem Bücherſchranke ſtehen laſſen.

Roſamunde erbrach das Siegel und ſah dann zweifel⸗ haft ihren Gatten an, ehe ſie das Kiſtchen öffnete.

Ich glaube, es iſt ſchade um die Zeit, wenn ich mir erſt die Mühe nehme, hineinzuſchauen, ſagte ſie.Wie kann eine Kiſte, die ſeit 1760 nicht geöffnet worden, uns

Wilkie Collins, Ein tiefes Geheimniß. III. 4