Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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entdecken, wollen wir ſie morgen reinfegen laſſen. Mittler⸗ weile muß ich wohl in meiner Schilderung des Zimmers weiter fortfahren, nicht wahr? Die Größe deſſelben kennſt Du, ebenſo wie das Fenſter iſt, wie die Wände ſind und wie der Fußboden ausſieht. Willſt Du noch etwas anderes wiſſen, ehe wir auf die Möbels kommen? Ach ja, die Decke denn dieſe vervollſtändigt ſozu⸗ ſagen die Schale des Zimmers. Viel kann ich davon nicht ſehen ſie iſt gar ſo hoch. Es befinden ſich an derſelben große Riſſe und Flecken von einem Ende bis zum andern und der Kalk iſt an vielen Stellen abge⸗ blättert. Die Verzierung in der Mitte ſcheint aus ab⸗ wechſelnden Reihen von kleinen Gypsranken und großen Gypsquadraten zu beſtehen. Zwei Endchen Kette hängen von der Mitte herab und haben wahrſcheinlich früher einen Kronleuchter getragen. Der Sims iſt ſo modrig, daß ich kaum ſagen kann, was für ein Muſter er vor⸗ ſtellt. Er iſt ſehr breit und plump und ſieht an einigen Stellen aus, als ob er früher bemalt geweſen wäre; das iſt aber alles, was ich davon ſagen kann. Glaubſt Du nun von dem ganzen Zimmer eine richtige Vor⸗ ſtellung zu haben, Lenny?

Ja wohl, liebe Roſamunde. Ich habe nun in meinem Geiſte daſſelbe klare Bild davon, was Du mir ſtets von allem gibſt, was Du ſiehſt. Du brauchſt nicht noch mehr Zeit an mich zu verſchwenden. Du kannſt Dich nun dem Zwecke widmen, wegen deſſen wir hierhergekommen ſind.

Bei dieſen letzten Worten ſchwand das Lächeln, welches auf Roſamunde's Antlitz dämmerte, als ihr Gatte ſie

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