Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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ſich wieder liebend dem Antlitz ihres Gatten zu, ſtrahlend von dem unergründlichen Glanze des Mitleids und der Liebe. Sie neigte ſich raſch zu ihm, faßte ſeinen aus⸗ geſtreckten Arm und drückte ihn an ihre Seite.

Thue das nicht, Lenny, ſagte ſie ſanft,ich ſehe es nicht gern. Es ſieht aus, als ob Du vergeſſen hätteſt, daß ich bei Dir bin als ob Du allein und hülflos wäreſt. Was brauchſt Du Deinen Gefühlsſinn, wenn Du mich haſt? Hörteſt Du mich die Thür öffnen, Lenny? Weißt Du, daß wir im Myrthenzimmer ſind?

Was ſahſt Du, Roſamunde, als Du die Thür öffneteſt Was ſiehſt Du jetzt?

Er that dieſe Fragen raſch und begierig flüſternd.

Nichts als Schmuz, Staub und Verödung. Das einſamſte Moorland in Cornwall ſieht nicht ſo einſam aus wie dieſes Zimmer, aber es iſt nichts zu bemerken, was uns Befürchtungen einflößen könnte; außer unſerer eigenen Phantaſie iſt nichts da, was den Gedanken an lrgond eine Gefahr erweckte.

Weshalb ſchwiegſt Du ſo lange, ehe Du mich an⸗ redeteſt, Roſamunde?

Ich fürchtete mich ſo ſehr, als ich die Schwelle dieſes Zimmers betrat nicht ſowol über das, was ich ſah, als vielmehr vor meinen eigenen wunderlichen Gedanken, was ich ſehen könnte. Ich war ſo kindiſch, zu glauben, es könne etwas aus den Wänden hervortreten, oder aus dem Fußboden auftauchen was aber, daß weiß ich nicht. Dieſe Furcht habe ich nun überwunden, Lenny; dennoch aber fühle ich noch ein gewiſſes Mißtrauen gegen das Zimmer. Fühlſt Du es auch?