Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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Sie zog ihn hinter ſich her den Corridor entlang, öffnete die Thür des Zimmers, in welchem der Kleine zu Bett gebracht worden, gab der Wärterin einen Wink, ſich ſtill zu verhalten, führte Leonard bis an die Wiege und dann ſanft ſeine Hand ſo, daß die Spitzen ſeiner Finger die Wange des Kindes berührten.

Nun! rief ſie, während ihr Geſicht von Glück ſtrahlte, als ſie die plötzliche Glut von Ueberraſchung und Freude ſah, welche den ſonſt ſo ruhigen, gedämpften Ausdruck der Züge ihres Gatten veränderte.Was ſagſt Du zu dieſem Möbel? Iſt es ein Stuhl oder ein Tiſch? Oder iſt es der koſtbarſte Gegenſtand im ganzen Hauſe, in ganz Cornwall, in ganz England, in der ganzen Welt? Küſſe ihn und ſiehe, was es iſt die von einem Bildhauer gemeißelte Büſte eines Kindes, o, ein lebendiger Cherub, deſſen Mutter Dein Weib iſt.

Sie drehte ſich lachend herum und ſagte zu der Wärterin:

Hannah, Ihr ſehet ſo ernſthaft aus, daß ich über⸗ zeugt bin, Ihr müßt hungrig ſein. Habt Ihr noch nicht Euer Abendeſſen bekommen?

Die Wärterin lächelte und antwortete, ſie habe be⸗ ſprochen, hinunter zum Eſſen zu gehen, ſobald eine der Dienerinnen heraufkäme, um ſie bei dem Kleinen ab⸗ zulöſen.

Nun, ſo geht, ſagte Roſamunde.Ich will hier bleiben und den Kleinen hüten. Geht hinunter, eßt Euer

Abendbrot und kommt in einer halben Stunde wieder.

Als die Wärterin das Zimmer verlaſſen hatte, ſtellte Roſamunde für Leonard einen Stuhl neben die Wiege

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