„Dann laß uns den Ort wechſeln und auf dieſe Weiſe uns die Aufgabe erleichtern. Ich glaube, Du kennſt mich als den hartnäckigſten Menſchen von der Welt, aber es liegt Vernunft in meiner Hartnäckigkeit, und Du wirſt das zugeben, wenn Du morgen, durch eine gute Nachtruhe erfriſcht, erwachſt. Komm, wir wollen unſerer Unruhe Ferien geben. Führe mich in eines der andern Zimmer und laß mich verſuchen, ob ich durch Berührung der Möbels errathen kann, was es für eins iſt.“
Die Hindeutung auf Leonard's Blindheit, welche ſeine letzten Worte enthielten, führte Roſamunden ſofort an ſeine Seite.
„Du weißt doch ſtets, was das Beſte iſt“, ſagte ſie, indem ſie ihren Arm um ſeinen Hals ſchlang und ihn küßte.„Ich ſah vor einer Minute unfreundlich aus, Geliebter, aber die Wolken ſind nun alle wieder ent⸗ ſchwunden. Wir wollen den Schauplatz wechſeln und, wie Du vorſchlägſt, ein anderes Zimmer exploriren.“
Sie ſchwieg. Ihre Augen funkelten plötzlich, ihre Wangen errötheten dunkler und ſie lächelte bei ſich ſelbſt, als ob plötzlich eine neue Idee in ihr erwacht wäre.
„Lenny, ich will Dich wohin führen, wo Du wirk⸗ lich ein ganz beſonders merkwürdiges Möbel berühren ſollſt“, hob ſie wieder an, indem ſie ihn, während ſie ſprach, nach der Thür führte.„Wir wollen ſehen, ob Du mir ſagen kannſt, was es iſt. Du darfſt aber nicht ungeduldig ſein, ſondern mußt mir verſprechen, nichts eher anzurühren, als bis Du fühlſt, daß ich Deine Hand führe.“


