Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

in Dein Zimmer kam, dieſe Frau keine andere war als jene Dienerin, und daß ſie das auch wußte.

Und das Geheimniß, Lenny das Geheimniß, welches ſie ſich ſcheute meinem Vater mitzutheilen?

Muß in irgend einer Weiſe mit dem Myrthenzimmer zuſammenhängen.

Roſamunde gab keine Antwort. Sie erhob ſich von ihrem Stuhl und begann in großer Aufregung im Zimmer auf und abzugehen. Als Leonard das Raſcheln ihres Kleides hörte, rief er ſie zu ſich, ergriff ſie bei der Hand, legte ſeine Finger an ihren Puls und dann einen Augenblick lang an ihre Wangen.

Ich wollte, ich hätte bis morgen gewartet, ehe ich Dir meine Gedanken über Miſtreß Jazeph mitgetheilt, ſagte er.Ich habe Dich ohne allen Zweck aufgeregt und Dir die Ausſicht auf eine gute Nachtruhe verdorben.

Nein, nein, durchaus nicht. O, Lenny, wie erhöht dieſe Deine Vermuthung das Intereſſe, das furchtbare, athemloſe Intereſſe, welches wir daran haben, die Spur dieſer Frau zu verfolgen und das Myrthenzimmer aus⸗ findig zu machen. Denkſt Du

Für heute Abend bin ich mit dem Denken fertig, liebes Kind, und Du mußt auch damit fertig ſein. Wir haben über Miſtreß Jazeph ſchon mehr als genug ge⸗ ſprochen. Gib ein anderes Thema an, und ich will mit Dir ſprechen wovon Du wünſcheſt.

Es iſt nicht ſo leicht, ein anderes Thema anzu⸗ geben, ſagte Roſamunde ſchmollend und indem ſie ſich von ihrem Gatten entfernte, um wieder im Zimmer auf und ab zu gehen.

α- d