Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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mehr abfragen können als ſie uns in ihrem Briefe mit⸗ getheilt haben.

Betſey erſchien auf den Ruf der Klingel. Roſamunde trug ihr auf, Mr. Munder und Miſtreß Pentreath heraufzuſchicken. Betſey, welche Miſtreß Frankland die Abſicht ausdrücken hörte, die Haushälterin und den Caſtellan zu befragen, errieth, warum dieſe beiden Per⸗ ſonen jetzt verlangt wurden, und lächelte geheimnißvoll.

Haſt Du vielleicht auch etwas von jenen ſeltſamen fremden Leuten geſehen, die ſich ſo ſonderbar hier be⸗ nommen haben? fragte Roſamunde, das Lächeln be⸗ merkend.Ganz gewiß iſt es ſo. Sage uns, was Du ſahſt. Wir wünſchen, Alles zu hören, was geſchehen iſt Alles, bis auf die geringſte Kleinigkeit.

In dieſer directen Weiſe aufgefordert, bemühte Betſey ſich mit vielen Umſchweifen zu erzählen, was ſie von dem Thun und Treiben der räthſelhaften Frau und ihres ausländiſchen Begleiters ſelbſt mit angeſehen und gehört hatte. Als ſie fertig war und dann gehen wollte, hielt Roſamunde ſie mit der Frage zurück:

Du ſagſt, die Frau ſei ohnmächtig oben an der Treppe liegend gefunden worden. Weißt Du vielleicht, Betſey, weshalb ſie ohnmächtig geworden war?

Die Magd zögerte.

Nau, ſagte Roſamunde,Du weißt etwas davon, ich ſehe es Dir an. Sag' es uns.

Ich fürchte, Sie werden mir böſe ſein, Madame, ſagte Betſey, indem ſie ihre Verlegenheit dadurch aus⸗ drückte, daß ſie mit ihrem Zeigefinger langſam Linien auf einem neben ihr ſtehenden Tiſch zog.