Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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noch ſind wir bei der Unwiſſenheit, in der wir uns gegenwärtig befinden, davon noch ebenſo weit entfernt, als wenn wir noch in Weſt Winſton wären.

Das glaube ich nicht, Lenny. Es iſt vielleicht blos Einbildung von mir, aber jetzt, wo wir an Ort und Stelle ſind, iſt es mir, als hätten wir das Geheimniß bis in ſein letztes Verſteck getrieben. Wir ſind nun wirklich in dem Hauſe, welches dieſes Geheimniß in ſich ſchließt, und ich laſſe mir es nicht ausreden, daß wir auch ſchon halb auf dem Wege ſind, es ausfindig zu machen. Doch wir wollen nicht auf dieſem kalten Vor⸗ platz ſtehen bleiben. Wohin haben wir jetzt zu gehen?

Hierhin, Madame, ſagte Mr. Munder, indem er die erſte Gelegenheit benutzte, um ſich vorzudrängen und bemerkbar zu machen.Das Beſuchzimmer iſt geheizt. Wollen Sie mir die Ehre geſtatten, Sir, Sie nach dem fraglichen Zimmer zu leiten und zu führen? ſetzte er hinzu, indem er Mr. Frankland dienſtfertig die Hand entgegenſtreckte.

Nein, durchaus nicht! miſchte Roſamunde ſich ſo⸗ fort ein. Mit ihrer gewohnten ſcharfen Beobachtungs⸗ gabe hatte ſie bemerkt, daß es Mr. Munder an dem Zartgefühl fehlte, welches ihn hätte abhalten ſollen, ſei⸗ nen blinden Herrn in ihrer Gegenwart neugierig anzu⸗ gaffen, und ſie ward deshalb ſehr zu ſeinen Ungunſten eingenommen.Wo auch das fragliche Zimmer ſein mag, fuhr ſie mit ſatyriſchem Nachdruck fort,ſo werde ich Mr. Frankland dorthin führen, wenn Ihr mir es erlaubt. Wenn Ihr Euch nützlich machen wollt, ſo geht lieber voran und öffnet die Thür.