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Der Grund, weshalb ſie ſo hartnäckig bei dieſem einen unerfreulichen Thema verweilten, trat zu Tage, als Mr. Frankland und ſeine junge Gattin die weſtliche Treppe hinauf geführt wurden. Der Sturm am Mor⸗ gen war unheilvoll für drei der im Dorfe Porthgenna wohnenden Fiſcher geweſen. Alle drei waren mit ihren Booten verunglückt und ihr Tod hatte das ganze Dorf in Trauer verſetzt.
Die Dienſtleute des Schloſſes hatten, ſeitdem ſie zu einer frühen Stunde des Nachmittags Kunde von dieſem Unglücksfall erhalten, nichts gethan als davon geſprochen, und Mr. Munder hielt es nun für ſeine Pflicht, zu er⸗ klären, daß die Abweſenheit der Dorfbewohner bei Ge⸗ legenheit der Ankunft ihrer Gutsherrſchaft ihren Grund einzig und allein in der traurigen Wirkung habe, welche durch den Untergang des Fiſcherboots auf die kleine Ge⸗ meinde hervorgebracht worden ſei. Unter weniger be⸗ klagenswerthen Umſtänden hätte die weſtliche Terraſſe ſicherlich von Menſchen gewimmelt und das Erſcheinen des Wagens wäre mit lautem Freudenrufe bewillkommnet worden.
„Lenny, ich wünſche faſt, daß wir noch ein wenig länger gewartet und uns jetzt noch nicht hierher begeben hätten“, flüſterte Roſamunde, indem ſie ſich ängſtlich an den Arm ihres Gatten klammerte.„Es iſt ſehr ſchauer⸗ lich und entmuthigend, an einem ſolchen Tage wie dieſer in meine erſte Heimat zurückkehren zu müſſen. Die Geſchichte von den armen Fiſchern iſt eine traurige und kein freudiger Willkommen für mich an dem Orte meiner Geburt. Wir wollen gleich morgen früh hinſchicken und
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