Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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Reiſenden zu empfangen, denn alle Hoffnung, daß ſie dieſen Tag ankommen würden, war aufgegeben worden und das unaufhörliche Donnern der Brandung an der Küſte unten übertäubte das Rollen der Wagenräder auf der nach der Terraſſe führenden Straße.

Der Kutſcher mußte von ſeinem Sitze herunterſteigen und die Thürglocke ziehen. Es verging über eine Minute, ehe geöffnet ward.

Der Regen plätſcherte eintönig und ununterbrochen auf das Dach des Wagens, die rauhe Feuchtigkeit der Atmoſphäre drang durch alle Umhüllungen und Fugen, das Dröhnen der Brandung erklang in der dichten Dunkelheit des Nebels drohend nahe, und ſo warteten die jungen Eheleute auf den Einlaß in ihre eigene Hei⸗ mat wie zu ungelegener Zeit kommende Fremdlinge.

Als das Thor endlich geöffnet ward, wurden Herr und Herrin, welche die Dienſtleute bei jeder andern Ge⸗ legenheit mit geeigneten Glückwünſchen bewillkommnet haben würden, jetzt dagegen mit den geeigneten Entſchul⸗ digungen empfangen. Mr. Munder, Miſtreß Pentreath, Betſey und Mr. Frankland's Lakai drängten ſich alle in die Halle herbei und baten verlegen um Verzeihung, daß ſie nicht an der Thür bereit geſtanden, als der Wagen vorgefahren.

Das Erſcheinen des Kleinen verwandelte die abge⸗ droſchenen Entſchuldigungen der Haushälterin und der Magd in ebenſo abgedroſchene Ausdrücke der Bewun⸗ derung; die Männer aber blieben ernſt und düſter und ſprachen von dem erbärmlichen Wetter in einem Tone, als ob ſie daran ſchuld wären.