Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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umhin, mich meines Argwohns zu ſchämen. Ich kann nicht umhin, mir Vorwürfe darüber zu machen, daß ich die Urſache ihrer Entlaſſung geſtern Abend geweſen bin. Lieber Doctor, bemerkten Sie etwas in Miſtreß Jazeph's Geſicht oder Benehmen, was Sie bewog zu zweifeln, ob ihr Verſtand ſo geſund ſei als er ſein ſollte?

Durchaus nicht, Miſtreß Frankland, ſonſt würde ich ſie nicht hierhergebracht haben. Ich würde mich allerdings nicht gewundert haben zu hören, daß ſie plötzlich krank geworden, oder daß ſie von einem Nerven⸗ krampf befallen worden ſei, oder daß irgend ein kleiner Unfall, der ſonſt niemanden erſchreckt haben würde, ſie ernſthaft erſchreckt habe; jetzt aber zu hören, daß ſie an einer Störung ihrer Geiſteskräfte leide, dies überraſcht mich, wie ich geſtehen muß, nicht wenig.

Könnte ich mich geirrt haben! rief Roſamunde, in⸗ dem ihr Blick verlegen und ſelbſt mißtrauiſch von dem Doctor auf ihren Gatten ſchweifte.Lenny! Lenny! Wenn ich mich geirrt habe, dann werde ich mir niemals verzeihen!

Aber willſt Du uns nicht erzählen, liebes Kind, was Dich eigentlich bewog zu glauben, ſie ſei nicht recht bei Verſtande? fragte Mr. dunüliandee

Noſainuide zögerte.

Dinge, die in unſern Gedanken groß erſcheinen, ſagte ſie endlich,ſcheinen oft ſo klein zu werden, wenn wir ſie in Worte kleiden. Ich verzweifle faſt daran, Dir begreiflich machen zu können, welchen guten Grund ich hatte zu erſchrecken, und dann fürchte ich, daß ich,

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