Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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Wer iſt da? fragte Leonard, als er die Thür öffnen hörte.

Doctor Orridge, Sir, ſagte der Kellner.

Guten Morgen, Sir, ſagte Doctor Orridge mit ſelbſtbewußter Kürze und Vertraulichkeit.

Mr. Frankland ſaß mit gekreuzten Beinen in einem Lehnſtuhl. Doctor Orridge wählte ſorgfältig ebenfalls einen Lehnſtuhl und kreuzte, ſobald er ſich niedergeſetzt hatte, die Beine ebenſo wie Mr. Frankland. Mr. Frankland's Hände ſtaken in den Taſchen ſeines Schlaf⸗ rocks. Doctor Orridge hatte keine Taſchen weiter als in ſeinen Rockſchößen, zu welchen er nicht deauuhn ge⸗ langen konnte. Dafür aber ſteckte er die Daumen in die Armlöcher ſeiner Weſte und behauptete ſich auf dieſe Weiſe gegen die inſolente Bequemlichkeitsliebe des Reich⸗ lhunn 8

Es machte ſo merkwürdig beſchränkt iſt die Sphäre der hrnehmung eines Menſchen, wenn er ſeine eigene L verfechten bemüht iſt für ihn keinen Unterſchied, daß Mr. Frankland blind und folglich nicht im Stande war, durch das unabhängige Benehmen des

Doctors betroffen gemacht zu werden. Die eigene Würde des Doctors ward jedenfalls in ſeiner eigenen Gegenwart behauptet, und dies war ihm ſchon genug.

Ich freue mich, daß Sie ſo zeitig kommen, Doctor, ſagte Mr. Frankland.Es hat ſich in der vergangenen Nacht etwas ſehr Unangenehmes hier ereignet. Ich mußte die neue Wärterin auf der Stelle wieder fort⸗ ſchicken!

Wirklich! entgegnete der Doctor, indem er Mr.

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