Teil eines Werkes 
5. Bd. (1863)
Entstehung
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näher

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den unſchätzbaren Werth, die allveredelnde Tugend eines Weibes, das die Wahrheit ſpricht, recht wohl zu würdigen wußte. Aber ſie hatte den Muth nicht, ihn anzuſchauen, den Muth nicht, die Augen von ihrem Schooße zu erheben.

Jetzt noch nicht, ſagte ſie mit ſchwacher Stimme. Nicht ſo gar bald, nachdem wir uns wieder ge⸗ troffen haben.

Sie ſtand haſtig von ihrem Stuhle auf und ſchritt ans Fenſter kehrte wieder ins Zimmer zu⸗ rück und näherte ſich dem Tiſche, dicht neben dem Plaze, wo er ſaß. Die Schreibmaterialien, die zer⸗ ſtreut in ſeiner Nähe lagen, boten ihr einen Vorwand, das Thema des Geſpräches zu wechſeln, und ſie er⸗ griff die Gelegenheit dazu unverzüglich.

Wollten Sie einen Brief ſchreiben? fragte ſie, als ich hereinkam?

Ich dachte gerade darüber nach, erwiederte er. Es war ein Brief, den ich nicht ſchreiben konnte, ohne darüber nachzudenken.

Er erhob ſich bei dieſer Antwort, um die Schreib⸗ materialien zu ſammeln und ſie wegzulegen.

Sollte ich Sie etwa unterbrochen haben? ſagte ſie.Warum ließen Sie mich nicht verſuchen, Ihnen ſtatt deſſen Hilfe zu leiſten? Iſt es ein Geheimniß?

Nein, kein Geheimniß.

Sie war unſchlüſſig, als er ihr antwortete. Sie vermuthete augenblicklich die Wahrheit.

Betrifft es Ihr Schiff?

Er wußte nur wenig davon, was ſie während ihrer Abweſenheit von ihm über die Angelegenheit dachte, von der er der feſten Meinung war, daß er