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deſſen Erzählung Ihnen einen Schmerz verurſachen würde.“
„Sie haben immer Ihre Pflicht gethan,“ verſetzte ſie mit einem ſchwachen Lächeln.„Laſſen Sie mich ein Beiſpiel an Ihnen nehmen, wenn ich kann, und verſuchen, auch die meinige zu thun.“
„Ich bin alt genug, um Ihr Vater zu ſein,“ ſagte er mit Bitterkeit.„In meinem Alter kann man leich⸗ ter ſeine Pflicht erfüllen, als in dem Ihrigen.“
Sein Alter lag ihm gegenwärtig jo beſtändig im Kopfe, daß er ſich einbildete, es müſſe auch in ihrem Kopfe liegen. Aber ſie hatte noch nicht im Gering⸗ ſten ſich einen Gedanken darüber gemacht. Die An⸗ deutung darauf, die ihr ſoeben entfallen war, lenkte ſie keinen Augenblick von dem Gegenſtand ab, über welchen ſie mit ihm ſprechen wollte.
„Sie wiſſen nicht, wie hoch ich Ihre gute Mei⸗ nung von mir ſchätze,“ ſagte ſie, indem ſie entſchloſ⸗ ſen ihren ſinkenden Muth aufrecht zu erhalten ſich abmühte.„Wie kann ich Ihre Güte verdienen, wie kann ich eher das Gefühl hegen, daß ich Ihrer Be⸗ rückſichtigung werth bin, als bis ich Ihnen mein Herz geöffnet habe? O, ermuthigen Sie mich nicht in meiner eigenen erbärmlichen Schwäche! Stehen Sie mir bei, Ihnen die Wahrheit zu ſagen, zwin⸗ gen Sie mich, um meinetwillen, wenn Sie nicht um Ihretwillen wollen, ſie Ihnen zu ſagen!“
Er war doppelt bewegt durch die Aufrichtigkeit dieſer ungeſtümen Aufforderung.
„Sie ſollen ſie mir ſagen,“ verſetzte er.„Sie haben Recht— und ich bin im Unrecht.“
Er wartete eine Weile und überlegte.
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