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„Wenn Ihre Freunde hieher kommen,“ fuhr er fort,„ſo werden dieſelben Sie wohl an einen beſſern Ort als dieſer da iſt mit ſich fortnehmen, vermuthe ich?“
„Sie können mich an keinen Ort bringen,“ ſagte ſie artig,„der mir theurer wäre als der wo Sie mich gefunden haben. Sie können mich zu keinem theurern Freund führen, als mir der iſt, welcher mir das Leben gerettet hat.“
Es trat ein augenblickliches Stillſchweigen zwi⸗
ſchen ihnen ein.
„Wir ſind ſehr glücklich geweſen,“ fuhr er mit immer gedämpfterem Tone fort.„Werden Sie mich nicht vergeſſen, wenn wir einander Lebewohl geſagt haben?“
Sie erbleichte, als dieſe Worte von ſeinen Lippen kamen, verließ ſchnell ihren Stuhl und kniete neben
dem Tiſche nieder, ſo daß ſie ihm in das Geſicht
ſchauen konnte und ihn dabei nöthigte auch in das ihre zu ſchauen.
„Warum ſprechen Sie davon?“ fragte ſie.„Wir ſind nicht Willens einander Lebewohl zu ſagen— am wenigſten jezt ſchon.“
„Ich dachte“— begann er.
„Nun?“
„Ich dachte Ihre Freunde würden hieher kom⸗ men—“
Sie unterbrach ihn mit Ungeſtüm.
„Denken Sie etwa, ich würde mit Jemanden. und wenn es der theuerſte Verwandte wäre, den ich in der Welt habe,“ ſagte ſie,„fortgehen und Sie hier verlaſſen, ohne zu wiſſen oder mich darum zu kümmern, ob ich Sie jemals wieder ſehen werde.
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