Teil eines Werkes 
5. Bd. (1863)
Entstehung
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die ganze Geſtalt mehr mit ſteifer Seide gerüſtet, möchte man ſagen, als bekleidet, wäre der Admiral in ſeinem Geſellſchaftszimmer vermuthlich an ihr vorbeigegangen, ohne eine Notiz von ihr zu nehmen. In dem Abendcoſtüme eines Dienſtmädchens aber konnte ſie kein Bewunderer von Schönheit einmal erblicken, ohne ſich das zweite Mal wieder nach ihr umzu⸗ ſchauen.

Als ſie die Treppe herabſtieg, um in das Zim⸗ mer der Haushälterin ſich zu begeben, kam ſie an zwei langen ſteinernen Corridors vorbei, zu denen eine ganze Reihe von Thüren führte; ein Corridor lag neben dem andern, und der eine davon an dem Hauptgang des Hauſes.

Welche Menge von Gemächern, dachte ſie, als ſie die vielen Thüren erblickte.Das wird ein mühſeliges Stück Arbeit, bis ich das finde, wegen deſſen ich hierher gekommen bin.

Als ſie das Parterre erreicht hatte, ſtieß ſie auf einen wettergehärteten alten Mann, der bei ihrem Anblick ſtille ſtand und ſie mit einem Anſchein von großem Intereſſe anſtarrte. Es war derſelbe alte Mann, den Capitän Wragge im Hinterhof zu Heiligen⸗ kreuz mit dem Modell eines Schiffes beſchäftigt ge⸗ ſehen hatte. In der ganzen Nachbarſchaft war er weit und breit alsCoxſwain(Kriegsſchaluppen⸗ führer) des Admirals bekannt. Sein Name war Mazey. Sechszig Jahre hatten die Geſchichte eines harten Lebens zur See und gewaltiger Trinkgelage zu Land in das mürriſche und runzelreiche Geſicht eingekrizelt. Sechszig Jahre hatten ſeine unwandel⸗ bare Treue erprobt und das hinfällige alte Gerippe

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