Teil eines Werkes 
5. Bd. (1863)
Entstehung
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von Heiligenkreuz ſchritt, trat ſie ihr verzweifeltes Wagſtück an, ſtark durch die unerſchöpfliche Geiſtes⸗ gegenwart bei ungünſtigen Vorfällen, welche ihr ſpäteres Leben ihr zugedacht hatte, ſtärker noch durch die damit verbundene Geſchicklichkeit, die ſie in An⸗ nehmung und Darſtellung fremder Charactere beſaß am allerſtärkſten aber dadurch daß ſie ſich zwei volle Monate hindurch in den Geſchäften und Obliegen⸗ heiten ihrer Stellung, die ſie auszufüllen übernommen, täglich practiſch eingeübt und ſo auf das Innigſte damit vertraut gemacht hatte.

Sobald ſie nach Frau Drakes Abgang ſich allein befand, pakte ſie ihren Koffer aus und kleidete ſich für den Abend an.

Sie zog ein Oberkleid von lavendelfarbigem Stoffe an, das zugleich halbe Trauer für Frau Girdleſtone bildete, wie nach des Admirals Weiſungen allen Dienſtmädchen anbefohlen worden war dann band ſie ein weißes Muslinſchürzchen um, ſezte ein aller⸗ liebſtes weißes Häubchen auf und legte ſich ein Halstuch mit Seidenbändern um, die zu dem Kleide ausnehmend gut paßten. In dieſem Dienſtmäd⸗ chenanzug in dem ſchlichten Röckchen das hoch oben um den Nacken herum feſt anſchloß, in dem niedlichen weißen Häubchen hinten auf ihrem Kopfe in dieſer einfachen Kleidung, in den Augen aller Männer, die nicht gerade Leinwandhändler ſind, die beſcheidenſte und verführeriſchſte die ein Frauenzimmer tragen kann, verſchwand die traurige Verwüſtung, welche ihr Seelenſchmerz in ihrer Schönheit ange⸗ richtet hatte, beinahe ganz. Hätte ſie in dem Abend⸗ coſtüme einer Dame geſteckt, mit unbedecktem Buſen,