Teil eines Werkes 
4. Bd. (1862)
Entstehung
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mit meinem ganzen Herzen. An Ihrer Stelle würde ich auch mit einem falſchen Zeugniß in Dienſte ge⸗ treten ſein. Sagen Sie nichts mehr von der Ver⸗ gangenheit thun Sie es nicht! Sie wiſſen nicht wie empfindlich Sie mich durch die Erwähnung daran verlezen. Sprechen Sie von der Zukunft. Ich glaube Ihnen helfen zu können und werde es ohne die geringſte Bedenklichkeit thun; ich glaube, Sie wer⸗ den mir helfen können und mir damit zur Vergel⸗ tung den größten Dienſt erweiſen. Warten Sie und Sie ſollen hören was ich meine. Geſezt Sie wären verheirathet, welche Summe bedürften Sie und Ihr Mann zur Auswanderung?

Luiſe gab die Koſten einer Ueberfahrt im Zwi⸗ ſchendeck für einen Mann und ſein Weib an. Sie ſprach mit gedämpfter, hoffnungsloſer Stimme. So mäßig die Summe auch war, ſo erſchien ſie ihren Augen doch als ein unerſchwinglicher Geldbetrag.

Magdalene erhob ſich in ihrem Stuhle und er⸗ griff abermals des Mädchens Hand.

Luiſe! ſagte ſie mit Ernſt.Wenn ich Ihnen das Geld gäbe, was würden Sie für mich zur Ver⸗ geltung thun?

Dieſer Vorſchlag ſchien Luiſe in ein ſprachloſes Erſtaunen zu verſezen. Sie zitterte heftig und ſagte Nichts. Magdalene wiederholte ihre Worte.

Ach, Madame, meinen Sie dieß! ſagte das Mädchen.Meinen Sie wirklich dieß 2

Ja, erwiderte Magdalene.Es iſt mein voller Ernſt. Was würden Sie für mich zur Vergeltung thun?

Thun? wiederholte Luiſe.Ach, was gibt es

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