Teil eines Werkes 
4. Bd. (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Pult. Als er von dem Schreibtiſch aufſtand, trat Magdalene ins Zimmer.

Der Capitän beſann ſich einen Augenblick auf die beſte Art und Weiſe die Unterredung einzulei⸗ ten, und beſchloß endlich, ohne alles Weitere, wie er es nannte, darauf loszugehen. In ein Paar Wor⸗ ten erzählte er Magdalenen was vorgefallen, und theilte ihr mit daß am Montag ihr Hochzeittag ſein ſolle.

Er war darauf vorbereitet, ſie zu beruhigen, wenn ſie wieder in eine leidenſchaftliche Wuth aus⸗ brechen ſollte, ihr zuzuſprechen, wenn ſie um Auf⸗ ſchub bitten würde, und ihr ſeine mitleidige Theil⸗ nahme zuzuwenden, wenn ſie in Thränen ausbrechen ſollte. Zu ſeinem unausſprechlichen Erſtaunen machte der Erfolg alle ſeine Berechnungen zu Schanden. Sie hörte ihn an ohne ein Wort zu äußern, ohne eine Thräne zu vergießen. Als er ausgeſprochen hatte, ſank ſie in einen Stuhl nieder. Ihre großen grauen Augen ſtarrten leer nach ihm hin. In einem ein⸗ zigen geheimnißvollen Augenblick wich alle ihre Schön⸗ heit von ihr; ihr Angeſicht nahm einen Ausdruck ſchrecklicher Härte an, wie das Angeſicht einer Tod⸗ ten. Zum erſten Male hatte ſich nach des Capi⸗ täns Erfahrung von ihr Furcht, allgewaltige Furcht ihrer an Leib und Seele bemeiſtert.

Sie ſind doch nicht wankelmüthig geworden? ſagte er, indem er ſie wieder aufzumuntern ſuchte. Sie find doch ſicherlich im lezten Augenblick nicht wankelmüthig geworden?

Kein Strahl des Verſtändniſſes trat in ihre Au⸗ gen, keine Veränderung zeigte ſich auf ihrem Ge⸗

eigene dem ö eines wohlſe Idee, wortli nicht Entſch gedenk Er Lipper erhob e

tlitz wi der üb ſie und

Ca⸗ wiſchte

O' er.

machen.