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hinter Ihnen zurück und mein Kopf ſchwirrt mir bereits. Sagen Sie, liebe gute Seele, was denn eigentlich gethan werden ſoll. Sie ſagten juſt eben Etwas über die Muſter. Vielleicht bin ich zu dick für die Muſter? Ich kann nicht dafür, wenn ich es bin. Wie vielfach habe ich, als ich noch ein im Wachſen begriffenes Mädchen war, recht tüchtig über meine lange Figur gejammert! Ich bin um die Hälfte zu groß, Madame; meſſen Sie mich der Länge oder meſſen Sie mich der Breite nach— ich kann es nicht leugnen, ich bin überall um die Hälfte zu groß.“
„Meine werthe Madame,“ wendete Frau Lecount ein,„thun Sie ſich nicht ſelbſt Unrecht! Erlauben Sie mir Sie verſichern zu dürfen daß Sie eine recht empfehlende Figur beſizen, eine Minervafigur. Eine majeſtätiſche Einfachheit in der Geſtalt einer Frau erfordert gebieteriſch auch eine majeſtätiſche Einfach⸗ heit in der Form des Kleides dieſer Frau. Die Coſtümgeſeze ſind claſſiſch, die Coſtümgeſeze dürfen nicht geringſchäzig behandelt werden. Falten für Venus, Puffe für Juno, Falbeln für Minerva. Ich wage Ihnen einen totalen Wechſel des Muſters vor⸗ zuſchlagen. Ihre Nichte hat ja noch andere Kleider vorräthig. Warum ſollten wir nicht ein Minerva⸗ muſter darunter finden?“
Als ſie dieſe Worte ſagte ging ſie wieder an den Kleiderſchrank zurück.
Frau Wragge folgte ihr und nahm die Kleider, eines nach dem andern, heraus, indem ſie dabei klein⸗ müthig ihren Kopf ſchüttelte. Seidenkleider, Muslin⸗ kleider kamen zum Vorſchein. Das einzige Kleid,
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