Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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Garten erſchien. Es konnte kein Irrthum obwalten: es war ihre Geſtalt und ihr Kleid. Sie that haſtig einige Schritte gegen das Gartenthor, blieb ſtehen und ließ den Schleier ihres Gartenhutes herunter, als ob ſie das helle Morgenlicht zu ſtark für ihre Augen fühlte, dann eilte ſie ſchnell auf den Parade⸗ plaz hinaus und ſtürzte mit einer ſolchen Haſt oder mit einer ſolchen geiſtigen Spannung nordwärts fort, daß ſie durch das Gartenthor brauste, ohne es hinter ſich zu ſchließen.

Frau Lecount fuhr von ihrem Stuhle auf und.

zweifelte einen Augenblick ob ihre Augen ſie nicht getäuſcht hätten. Hatte ſich ihr die Gelegenheit, welche herbeizuführen ſie ſich bisher vergeblich abge⸗ müht hatte, nunmehr in Wirklichkeit von ſelbſt dar⸗ geboten? Hatte das Glück, das ihr ſo hartnäckig und ſo lange entgegengewirkt, ſich endlich zu ihren Gunſten erklärt? Sie konnte keinen Zweifel darüber hegen daß ſich, nach dem Ausdrucke des Volkes, das Blättchen gewendet habe. Sie griff haſtig nach ihrem Hut und ihrer Mantille und machte ſich, ohne einen Augenblick zu zögern, nach der Nordſteinvilla auf. Herr Bygrave draußen auf dem Meere, Fräu⸗ lein Bygrave ausgegangen, Frau Bygrave und das Dienſtmädchen beide daheim und beide leicht zu be⸗ handeln die Gelegenheit durfte nicht verſäumt werden, das Wagniß war ſchon der Mühe werth daß man es unternahm.

Dießmal war die Hausthüre leicht zu öſſnen; Niemand hatte ſie nach Magdalenens Weggang wieder verriegelt. Frau Lecount machte die Thüre leiſe zu, horchte einen Augenblick lange in dem