Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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jeden Morgen in das Meer hinausgerudert und nahm mit Wolluſt ſein Bad in dem tiefblauen Waſſer. Frau Lecount hatte bereits die Zeit die er zu dieſer Erfriſchung brauchte, auf ihrem Wachtpoſten ausgerechnet, und auf dieſe Weiſe gefunden daß von dem Augenblick an wo er am Ufer einſtieg, bis zu dem Augenblick wo er wieder zurückkam, gewöhnlich eine volle Stunde verfloß.

Während dieſes Zeitpunktes hatte ſie niemals einen andern Bewohner der Nordſteinvilla das Haus verlaſſen ſehen. Das Dienſtmädchen befand ſich ohne Zweifel bei ihrer Arbeit in der Küche; Frau By⸗ grave lag wahrſcheinlich noch im Bette, und wenn Fräulein Bygrave zu dieſer frühen Stunde ſchon auf war, ſo hatte ſie vielleicht Weiſung erhalten, in der Abweſenheit ihres Onkels nicht auszugehen. Die Schwierigkeit, dem Uebelſtande von Magdalenens Anweſenheit im Hauſe zu begegnen, war ſchon in den leztverfloſſenen Tagen die einzige Schwierigkeit ge⸗ weſen, zu deren Bewältigung Frau Lecount troz all ihrem Scharfſinn bis jezt keine Mittel hatte finden können.

Sie ſaß wohl noch eine Viertelſtunde lang, nach⸗ dem das Boot des Capitäns vom Ufer abgeſtoßen war, am Fenſter, mit ihrem Geiſt in tiefe Gedanken verſunken und ihre Augen mechaniſch auf die Nordſtein⸗ villa geheftet. So ſaß ſie da und dachte eben darüber nach was für eine Entſchuldigung ſie an ihren Herrn von Aldborough ſchreiben könnte, um den Auſſchub ihrer Abreiſe von dort um einige Tage zu rechtfer⸗ tigen als die Thüre des Hauſes das ſie beobach⸗ tete ſich plözlich öffnete und Magdalene ſelbſt im

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Die Niema⸗ wieder leiſe 3