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villa. Sie ſah das Licht in dem Fenſter des Wohn⸗ zimmers und die Lichter in den Fenſtern des zweiten Stockes wie gewöhnlich. Nach einem augenblicklichen Zögern ſtahl ſie ſich an die Hausthüre und probirte geräuſchlos den Thürklopfer von der Außenſeite. Derſelbe drehte zwar das Schloß auf, wie ſie nach ihrer Erfahrung von den Häuſern in Aldborough und anderweitigen Badeorten erwartet hatte, aber die Thüre widerſtand ihr deßhalb doch. Die Thüre war aus Vorſicht von innen verriegelt. Nachdem ſie dieſe Entdeckung gemacht, ging ſie um das Haus herum nach der Hinterthüre und überzeugte ſich daß dieſelbe auf die nämliche Weiſe verwahrt war.
„Riegeln Sie immerhin, Herr Bygrave, Ihre Thüren ſo feſt zu als es Ihnen beliebt,“ ſagte die Haushälterin, indem ſie ſich wieder auf den Parade⸗ plaz zurückſchlich.„Sie können doch den Eingang zur Taſche Ihres Dienſtmädchens nicht verriegeln. Das beſte Schloß, das Sie beſizen, kann durch einen goldenen Schlüſſel geöffnet werden.“
Sie ging nun heim zu Bette. Das unaufhör⸗ liche Wachen und die unabläſſige Aufregung der lezten zwei Tage hatten ſie ungemein erſchöpft.
Am nächſten Morgen ſtand ſie um ſieben Uhr auf. Eine halbe Stunde ſpäter ſah ſie den pünkt⸗ lichen Herrn Bygrave, wie ſie ihn bereits an ſo vwielen Morgen zu gleicher Zeit geſehen hatte, mit ſeinen Handtüchern unter dem Arme aus dem Gar⸗ tenthor der Nordſteinvilla heraustreten und auf ein Boot zueilen das am Strande ſeiner harrte. Schwimmen war eine von den vielen Leibesübungen, in welchen der Capitän Meiſter war. Er wurde


