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An der Hausthüre wandte ſich Magdalene wie⸗ der an ihn. 2
„Wir wollen dieſen Weg gehen,“ ſagte ſie gegen Süden deutend,„dann umkehren und ihnen begeg⸗ nen, ſobald ſie zurückkommen.“
Capitän Wragge bezeigte ſeine Zuſtimmung zu dieſer Anordnung und folgte Magdalenen an das Gartenthor. Als ſie daſſelbe um hindurchzugehen öffnete, wurde ihre Aufmerkſamkeit von einer Dame angezogen, welche mit einem Kindsmädchen und zwei kleinen Knaben hinter ihr, auf dem Pfade außerhalb der Gartenmauer hin und her ſchlenderte. Die Dame blieb auf dem Plaze ſtehen, blickte neugierig hin und lächelte vor ſich hin, als Magdalene herauskam. Der Vorwiz war Meiſter über Kirkes Schweſter gewor⸗ den, und ſie war mit der ausdrücklichen Abſicht nach Aldborough gekommen, Fräulein Bygrave zu ſehen.
Ein gewiſſes Etwas in der Geſichtsbildung der Dame, ein gewiſſes Etwas in dem Ausdruck ihrer ſchwarzen Augen erinnerte Magdalene an den Schiffs⸗ capitän, deſſen unberufene Bewunderung am vorher gehenden Abend ihren Unwillen gereizt hatte. Sie erwiederte den forſchenden Blick der Fremden augen⸗ blicklich durch ein finſteres, mißfälliges Stirnrunzeln. Die Dame wechſelte die Farbe, bezahlte den Blick mit Zinſen und ſchritt ſodann langſam weiter.
„Ein ſchroffes, keckes, ſchlimmes Mädchen,“ dachte Kirkes Schweſter.„Was konnte Robert ſich denn denken, als er ſie ſo bewunderte? Ich bin nun wirklich recht froh daß er abgereist iſt. Ich hoffe und vertraue, daß er niemals wieder ſeine Augen auf Fräulein Bygrave weilen laſſen wird.“


