Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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kleid, einer ſchwarzen Mantille, einem ſehr beſcheide⸗ nen Strohhut und einem gekräuſelten blauen Schleier bekleidet; ſie geleitete ihren Herrn mit der zärtlich⸗ ſten Aufmerkſamkeit. Bald lenkte ſie ſeine Beobach⸗ tung auf die verſchiedenen Gegenſtände der Ausſicht auf das Meer, bald verneigte ſie ihren Kopf in dank⸗ barer Erwiederung der Höflichkeit der vorüberwandeln⸗ den Fremden, welche auswichen um dem Kranken freien Paß zu laſſen. Sie erregte unter den Bumm⸗ lern am Meeresſtrand einen ſichtbaren Eindruck. Sie blickten mit ungetheiltem Intereſſe nach ihr und wech⸗ ſelten vertrauliche Winke des Beifalls, welche ſo deut⸗ lich wie Worte den Sinn haben konnten:„Eine ſehr häusliche Perſon, ein wahrhaft vortreffliches Frauen⸗ zimmer!“

Capitän Wragges doppelfarbige Augen folgten der Frau Lecount mit ununterbrochener, mißtrauiſcher Aufmerkſamkeit.

„Eine ſchwierige Arbeit für uns Das,“ flüſterte er Magdalenen ins Ohr.„Eine ſchwierigere Arbeit als Sie denken, bis wir dieſes Weibsbild von ihrem Plaze verdrängen.“

„Warten Sie es ab,“ ſagte Magdalene in ruhi⸗ gem Tone.„Warten Sie es ab und Sie werden den Erfolg ſehen.“

Sie ſchritt auf die Thüre zu. Der Capitän folgte ihr ohne eine weitere Bemerkung zu machen.

„Ich will warten bis Du verheirathet biſt,“ dachte er bei ſich ſelbſt,„keinen Augenblick länger, Du magſt mir bieten was Du willſt.“

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