Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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veränderungen diejenige iſt, deren Spuren für das ganze übrige Leben nicht vertilgt werden können. Magdalenens ſtarke Natur hatte ſie in dem ſchweren Gefühlskampf aufrecht erhalten und der Ausgang deſſelben ließ ſie ſo zurück wie ſie jezt war.

Nachdem ſie faſt eine Stunde lang an dem Fen⸗ ſter geſeſſen hatte, während welcher Zeit ihre Augen maſchinenmäßig in die Gegend hinausſtarrten, ihr Geiſt nicht den geringſten Eindruck empfand und ihre Seele gedankenlos hinbrütete, raffte ſie ſich endlich aus der ſeltſamen wachenden Betäubung von welcher ſie befallen war empor, ſtand auf und traf ihre Vor⸗ bereitungen für das ernſte Geſchäft des Tages.

Sie wendete ſich zu dem Kleiderkaſten und nahm von den Nägeln zwei helle, feine Muslinkleider her⸗ unter, welche im verfloſſenen Jahre für den Sommer⸗ gebrauch zu Rabenſchlucht gemacht worden waren und welche zu geringen Werth beſaßen, um bei dem Verkauf ihres übrigen Beſizthums mit veräußert zu werden. Als ſie die Kleider neben einander auf das Bett gelegt hatte, blickte ſie noch einmal in den Kleiderkaſten hinein. Er enthielt bloß noch ein an⸗ deres Sommerkleid, den glatten Alpacarock, welchen ſie während ihrer merkwürdigen Unterredung mit Noel Vanſtone und Frau Lecount getragen hatte. Dieſen ließ ſie an ſeinem Plaze hängen, da ſie ent⸗ ſchloſſen war ihn nicht anzuziehen, weniger etwa aus Beſorgniß daß die Haushälterin ein Muſter wieder erkennen möchte, das nicht auffällig genug um be⸗ merkt, und zu alltäglich um erkannt zu werden war, als vielmehr aus der Ueberzeugung, daß er für den beabſichtigten Zweck weder heiter noch paſſend genug

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