in geheimnißvolle und mannigfaltige Formen aus⸗ geſchnitten waren, was alsbald die kurze und ſcharfe Frage des Gatten hervorrief:
„Was haſt Du da gebracht?“
„Muſter, Capitän,“ ſagte Frau Wragge in einem furchtſamen, einſchmeichelnden Tone.„Ich ging zu London in die Läden und kaufte ein orientaliſches Caſchemirkleid. Es koſtet ſchweres Geld. Ich bin im Begriff es zu verſuchen und zu ſparen, indem ich es ſelbſt verfertige. Ich habe meine Muſter bekommen und eine Anleitung zum Kleidermachen, die ſo zier⸗ lich wie gedruckt abgeſchrieben iſt. Ich will recht be⸗ ſcheiden ſein, Capitän, und in einer beſondern Ecke bleiben, wenn Du mir gefälligſt eine anweiſen wirſt; und ob mein Kopf ſchwirrt oder nicht, ſo will ich doch ganz gerade bei meiner Arbeit ſizen bleiben.“
„Du wirſt Deine Arbeit fertigen,“ ſagte der Ca⸗ pitän mit ſtrengem Ernſt,„wenn Du weißt wer Du biſt, wer ich bin und wer dieſe junge Dame iſt— eher nicht. Zeig mir Deine Schuhe! Gut. Zeig mir Deine Haube! Gut. Mache das Frühſtück!“
Als das Frühſtück vorüber war, erhielt Frau Wragge die Ordre ſich in ein anſtoßendes Zimmer zurückzuziehen und dort zu warten, bis der Capitän kommen und ſie wieder freilaſſen würde. Sobald ſie ihnen den Rücken gekehrt hatte, nahm er gleich⸗ zeitig die Unterredung, welche am vorhergehenden Abend auf Magdalenens eigenen Wunſch eingeſtellt worden war, wieder auf. Die Fragen die er jezt ſtellte, bezogen ſich alle auf den Beſuch den ſie in Noel Vanſtones Hauſe gemacht hatte. Es waren die Fragen eines durch und durch helldenkenden
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