Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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mal zwanzig Meilen gehen— und ich will meine Rückreiſe heute Nacht antreten.“

Seine Schweſter ſprang auf und faßte ihn feſt beim Arm.

„Robert,“ rief ſie aus,„es iſt Dir nicht Ernſt! Du kannſt nicht die Abſicht haben uns allein zu Fuß in der dunkeln Nacht zu verlaſſen?“

„Es iſt einerlei, meine Liebe, ob ich zulezt bei Nacht oder zuerſt am Morgen Lebewohl ſage,“ ant⸗ wortete er lächelnd.„Verſuch es und gib mir Deine Beiſtimmung, Lizzie. Mein Leben iſt auf der See dahingefloſſen, und ich bin nicht gewohnt meine Willenskraft auf dieſe Weiſe aus dem Sattel heben zu laſſen. Die Leute auf dem Lande ſind daran gewohnt, die Leute auf dem Lande können es leicht nehmen. Ich kann es nicht. Wenn ich hier bleibe, ſo würde ich keine Ruhe haben; wenn ich bis mor⸗ gen wartete, ſo würde ich bloß zurückgehen um noch einen Blick auf ſie werfen zu können. Ich wünſche nicht noch mehr Scham vor mir ſelbſt fühlen zu müſſen, als ich bereits fühle. Ich wünſche mir den Rückweg zu meiner Pflicht und mir ſelbſt zu erfech⸗ ten, ohne einen Aufenthalt um doppelt darüber nachzudenken. Die Dunkelheit macht mir nichts; ich bin an die Dunkelheit gewohnt. Ich darf nur die Landſtraße fortmarſchiren und kann ſo meinen Weg nicht verlieren. Laß mich gehen, Lizzie! Die einzige Geliebte, mit der ich in meinem Alter in Verkehr ſtehe, iſt mein Schiff. Laß mich zu ihr zurückkehren.“

Seine Schweſter hielt ihn noch immer am Arme und balgte ſich mit ihm wegen ſeines Verbleibens bis morgen herum. Er hörte ihr mit vollkommener