Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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Vielleicht iſt es ſein Sohn? Hat er etwelche Damen mit ſich gebracht?“

Die Wirthin warf ihren Kopf in die Höhe und zog ihre Lippen verächtlich zuſammen.

„Er hat eine Haushälterin bei ſich,“ ſagte ſie. „Eine Perſon von mittlerem Alter, aber keine von meinem Schlage. Möglich daß ich Unrecht habe, aber ich kann nun einmal eine ſolche Zierpuppe in ihren Jahren nicht leiden.“

Herr Kirke begann etwas verwirrt dareinzuſehen. „Ich muß mich über dieſes Haus etwas im Irrthum befinden,“ ſagte er.„Sicherlich iſt doch vor dem Landhaus zur Seeausſicht ein achteckig geformter freier Raſenplaz und in der Mitte des bekiesten Weges eine weiße Flaggenſtange?“

„Das iſt nicht die Seeausſicht, mein Herr! Das iſt die Nordſteinvilla, wovon Sie reden. Dort wohnt Herr Bygrave. Seine Frau und ſeine Nichte kamen heute mit dem Poſtwagen hieher. Seine Frau iſt groß genug, um als eine Merkwürdigkeit geſehen laſſen werden zu können, und das am ſchlechteſten angekleidete Weib das mir je vor die Augen gekom⸗ men iſt. Aber Fräulein Bygrave iſt werth daß man ſie anſieht, wenn ich mich dieſes Ausdrucks bedienen darf. Sie iſt nach meinem Urtheil das feinſte Mäd⸗ chen das wir zu Aldborough ſeit langer Zeit gehabt haben. Ich möchte doch wiſſen wer ſie ſind! Kennen Sie den Namen, Capitän?“

„Nein,“ ſagte Herr Kirke mit einem Schatten von getäuſchter Erwartung auf ſeinem dunkeln wet⸗ tergehärteten Geſichte;„ich hörte den Namen niemals zuvor.“

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