Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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keineswegs durch unnöthige Grübeleien über ſeine eigene Stellung und die Stellung Magdalenens. Er war ganz und gar unfähig die Größe der Beleidi⸗ gung zu beurtheilen, die ihr Frank durch ſein ſchmäh⸗ liches Aufgeben des beiderſeitigen Verhältniſſes zu gefügt hatte— eine Beleidigung, welche ſie mit einem einzigen grauſamen Schlage von dem Trachten losriß das, obgleich es nur auf Wahn und Täuſchung be ruhte, dennoch das beſeligende Trachten ihres Lebens war. Capitän Wragge nahm die einfache Thatſache ihrer Verzweiflung gerade ſo wie er ſie fand, und dann beſchaute er ſich ſchnurſtracks die Conſequenzen des Vorſchlags welchen ſie ihm gemacht hatte. Wenn er die Sachlage vor der Verheirathung betrachtete, ſo erblickte er darin durchaus nichts Be⸗ denklicheres, als die Anwendung einer Betrügerei, die mit Ausnahme des zu erreichenden Zweckes in keinem bedeutenden Grade von den Betrügereien ver⸗ ſchieden war, die er ſein ganzes Vagabundenleben hindurch auszuſinnen und durchzuführen gewohnt war. Betrachtete er aber die Sachlage nach der Verhei⸗ rathung, ſo traten aus der verhängnißvollen Dunkel⸗ heit der Zukunft in nebelhaften Umriſſen die lauern⸗ den Phantome des Entſetzens und des Verbrechens und im Hintergrund die ſchwarzen gähnenden Schlünde des Verderbens und des Todes vor ſein geiſtiges Auge. Innerhalb ſeiner eigenen gemeinen Sphäre ein Mann von grenzenloſer Verwegenheit und allen möglichen Ränken und Kniffen, beugte er doch außer⸗ halb dieſer Sphäre ſein Knie ehrfurchtsvoll vor der Majeſtät des Geſezes wie der unſchuldigſte Mann von der Welt; in Beziehung auf ſeine perſönliche